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FAQ - Häufig gestellte Fragen

1. Allgemeines zu Schneideplottern

1.1 Frage: Was ist ein Schneideplotter?
Antwort:

Ein Schneideplotter wird dazu verwendet, um Folien zu schneiden, die Sie für Beschriftungen von Autos, Schaufenstern oder Textilien verwenden können.
Die Herstellung von Aufklebern in geringen Stückzahlen stellt damit kein Problem mehr dar. Für Mal- und Lakierarbeiten können Sie damit auch Schablonen erstellen. Oft sieht ein Schneideplotter aus wie ein üblicher Drucker. Ein Hybridplotter kann die Folien sogar bedrucken, ist aber recht teuer.


1.

1.2 Frage: Wie kann ich die Schneideleiste wechseln?
Antwort:

Das Wechseln der Schneideleiste wird hier im Video an Hand einer Silhouette Cameo demonstriert. Die Vorgehensweise ist bei allen Maschinen gleich!


2. Materialkunde

2.1 Frage: Verarbeitung von selbstklebenden Folien
Antwort:

Untergrundbehandlung
Die richtige Untergrundbehandlung ist Voraussetzung für eine dauerhafte Verklebung. Der
Untergrund für das Selbstklebeprodukt muß mit Spiritus gereinigt und mit einem Tuch
trockengerieben werden. Lösungsmittelreste infolge unsachgemäßer Reinigung oder zu frische Lackierung führen zur
Bildung von Gasblasen zwischen Folien und Untergrund. Deshalb sollten ofengetrocknete und
eingebrannte Lacke nicht vor drei Wochen beklebt werden.
Wir empfehlen nur Spiritus zur Reinigung, da andere Mittel unter bestimmten Umständen den
Lack angreifen oder die Klebkraft der Folien reduzieren können.
Für Materialien die zum Ausgasen neigen, wie z.B. Polycarbonat- oder Polystyrol-Produkte, wird
empfohlen den Untergrund nach der Reinigung mit Folie zu bekleben und ca. 24 h bei +60 °C zu
lagern. Der Kunststoff gast noch aus, wenn sich nach diesem Zeitraum Blasen unter der
Verklebung gebildet haben. In diesem Fall sollte der Kunststoff einer Wärmebehandlung unterzogen werden oder aber man lagert ihn für längere Zeit.

Verklebungstemperaturen
Selbstklebematerialien sollten grundsätzlich bei Temperaturen über 10°C verklebt werden. In den
ersten 24 Stunden nach der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass die Temperatur nicht
wesentlich unterschritten wird. Sollte dies dennoch einmal vorkommen, so empfiehlt sich eine
Nachbehandlung mit einem Heißluftfön.

Verklebung

Es wird zwischen Trocken- und Nassverklebung unterschieden, wobei die Nassverklebung nur für
PVC-Folien empfohlen wird.
Bei der Trockenverklebung wird der Folienzuschnitt am Untergrund ausgerichtet, an einer
Ecke angedrückt und mit einem Rakel (bei gestrichenen PVC-Folien bitte nur Filzrakel verwenden)
mit überlappenden Bewegungen angedrückt.
Bei der Nassverklebung, die nur in der warmen Jahreszeit ab 18 °C angewendet werden sollte,
wird die offene Haftklebstoffseite mit entspanntem Wasser (Wasser mit einem Spritzer Spülmittel,
keine Spülmittelkonzentrate!) besprüht und auf den zu beklebenden Untergrund aufgelegt. Zu
diesem Zeitpunkt ist es noch möglich, den Folienabschnitt ausgezeichnet zu positionieren. Die
Folie wird mit überlappenden Streichbewegungen angedrückt, wobei zu beachten ist, dass das
Wasser restlos zwischen Untergrund und Haftklebstoff herausgestrichen wird. Ein nochmaliges
Andrücken nach einigen Stunden ist für die Qualität der Verklebung von Vorteil.
Bei der Nassverklebung von Dispersionshaftklebstoffen kommt es zu einem sogenannten
„Weißanlaufen“ des Klebers. Dieses bildet sich jedoch, entsprechend den
Umgebungsbedingungen unterschiedlich schnell, wieder zurück.


2.

2.2 Frage: Welche Arten von Folien können auf einem Schneideplotter verarbeitet werden
Antwort:

Es gibt verschiedne Arten von Folien die auf einem Schneideplotter verarbeitet werden können.

1. Selbstklebefolien

Selbstklebefolien sind in mehreren Schichten aufgebaut. Ganz oben befindet sich die Weich-PVC Folie, darunter befindet sich die Klebeschicht. Unter dem Kleber ist die Silikonschicht, die sich wiederum auf einem Träger befindet.
Selbstklebefolien werden überwiegend zum Beschriften von Autos, Läden, Lastwagen u.v.m verwendet. 

2. nicht klebende Folien

Folien ohne Kleber und Trägermaterial dienen häufig zur Herstellung von Schablonen, oder sie werden später mit anderen Materialien verklebt.
Beachten Sie: Diese Folien dürfen nur auf dem Trägerblatt (Schneideunterlage) ausgeschnitten werden.

3. bedruckbare Folien für Tintenstrahl- oder Laserdrucker

Diese Folienart gibt es noch nicht sehr lange. Die Folie ist aber die mit den vielfältigsten Möglichkeiten. Sie ist wie eine Selbstklebefolie aufgebaut, besitzt jedoch eine Beschichtung zur Aufnahme der Druckerfarbe. Die klassische Anwendung ist das bunte Etikett.

4. Flexfolien

Flexfolien sind dünne, einfarbige Folien, die auf der Unterseite mit einem Schmelzkleber versehen sind. Unter dem Kleber befindet sich ein Plastikträger. Flexfolien werden für die Beschriftung und Veredelung von Textilien benutzt. Durch Erhitzen mit einer Transferpresse werden Sie auf den Stoff übertragen. Wird die Folie mit einem Bügeleisen übertragen, ist die Haftfähigkeit der Folie reduziert. Die Folie bleib auch nach dem Übertragen auf Textil flexibel.

5. Flockfolien

Flockfolien sind samtartige Folien, die spiegelverkehrt auf einem Plastikträger aufgebracht ist. Auf dem Flock befindet sich eine Schmelzkleberbeschichtung. Man schneide das Material praktisch von hinter durch. Flockfolien werden für die Beschriftung und Veredelung von Textilien benutzt. Durch Erhitzen mit einer Transferpresse werden Sie auf den Stoff übertragen. Wird die Folie mit einem Bügeleisen übertragen, ist die Haftfähigkeit der Folie reduziert.


2.

2.3 Frage: Welche Papiere kann ein Schneideplotter verarbeiten
Antwort:

Es gibt eine fast unendliche Anzahl von Papiersorten. Für die Verwendung von Papier auf einem Schneideplotter möchten wir die geeignetsten Papiere zusammenfassen.

1. Unbeschichtetes, weißes oder buntes Papier

Buntes oder weißes Papier, Karten, Tonpapier oder Kent-Papier das nicht mit einer Beschichtung für Tintenstrahl- oder Laserdrucker versehen ist. Es wird mit CraftRobo geschnitten und kann meist mit einem Stift bezeichnet werden.

2. Beschichtetes weißes Papier

Dieses Papier besitzt eine spezielle Beschichtung für Laser- oder Tintenstrahldrucker und kann hervorragend bedruckt werden. Diese Papiere sind meist als mattes und glänzendes Material erhältlich. Das zuvor bedruckte Papier wird mittels sogenannter Passermarken konturgenau ausgeschnitten.

Zur Beachtung: Diese Papiere sind meist nicht selbstklebend und müssen daher auf dem Trägerblatt (Schneidematte) geschnitten werden.

3. Beschichtete, selbstklebende Papiere

Diese Papiere besitzen eine Beschichtung für Laser- oder Tintenstrahldrucker, unter dem sich eine Klebstoffschicht und darunter ein Silikonpapier befindet. Der Aufbau des Papiers entspricht dem einer Folie. Diese Papiere sind auch als bedruckbare, matte Gold- und Silberpapiere erhältlich. Das zuvor bedruckte Papier wird mittels sogenannter Passermarken  konturgenau von Schneideplotter mit Passermarkenerkennung (z.B. Silhouette Cameo) ausgeschnitten.